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Future Dialog 2019

Unsere Nahrungsmittelversorgungskette ist für ein Drittel der weltweit verursachten Treibhausgase verantwortlich. Diese Tatsache und aktuelle Erkenntnisse über lokale Ernährungssysteme liegen dem «Future Dialog 2019» zugrunde, zu dem graubündenVIVA und Sternekoch Andreas Caminada 20 regionale, nationale und internationale Experten nach Graubünden eingeladen haben.

Zu den erklärten Zielen des kantonalen Programms graubündenVIVA gehört es, relevante Themen und Fragestellungen rund um die landwirtschaftliche Produktion, Kulinarik und Regionalität aufzugreifen und unter Beizug von regionaler, nationaler und internationaler Expertise Lösungsansätze zu erarbeiten. Der gemeinsam mit dem Bündner Sternekoch Andreas Caminada (Schloss Schauenstein, Fürstenau) initiierte «Future Dialog 2019» markiert den Anfang einer vertieften Auseinandersetzung mit lokalen Ernährungssystemen und deren Wechselwirkungen mit Nachhaltigkeit, Gesundheit und Klimawandel. Rund um den 4. Genussmarkt «Fall in Love» vom 8. September 2019 in Fürstenau widmeten sich 20 Expertinnen und Experten aus Gastronomie, Landwirtschaft, Wissenschaft, Kommunikation und Kunst während zwei Tagen dieser Thematik. Neben den Lokalmatadoren Andreas Caminada, Rebecca Clopath und Georges Blunier gehörten unter anderem der Mitbegründer der Organisation Eaternity, Manuel Klarmann (CH), die Künstlerin Sandra Knecht (CH), der renommierte Food-Journalist Andrea Petrini (F), die Food-Beraterin Afton Halloran (DK) sowie die Spitzenköche René Redzepi vom Restaurant noma (Kopenhagen) und Rodolfo Guzman (Borago, Santiago de Chile) zum hochkarätig besetzten Panel. Zum Programm dieser erstmaligen Veranstaltung gehörten Degustationen, Betriebsbesuche und der Austausch mit Produzentinnen und Gastronomen aus der Region.

In der anschliessenden Arbeitssitzung wurde der «Future Dialog» als künftige Plattform für eine wiederkehrende, jährliche Veranstaltung in Graubünden diskutiert. Die Teilnehmer evaluierten dabei mögliche Inhalte, Zielgruppen und Formate für einen institutionalisierten Dialog. In einem nächsten Schritt werden nun die Ergebnisse aus den Fokusgruppen ausgewertet und in die Konzeption von künftigen Veranstaltungen einbezogen.

 

Copyright Fotos: Tina Sturzenegger