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Von Berglinsen und Randen – oder wo unsere Produkte herkommen

Zufall oder nicht? Sowohl die Produzenten unserer Berglinsen als auch die unserer Randen sind im Domleschg daheim. Eine Region, die kulinarisch immer wieder von sich reden macht, unter anderem natürlich mit dem Schloss Schauenstein und dessen Starkoch Andreas Caminada.

Sanfte Hänge, die gut bewirtschaftbar sind, prägen diese Hochebene, die mit dem Auto – unterwegs etwa zum San Bernardino – meist im Tal unten umfahren wird. Hier haben sich Claudia Hanimann und Georg Blunier auf dem Biohof Dusch angesiedelt. Als Quereinsteiger übernahmen sie den Betrieb 2014. In den Medien berichtet wird vor allem darüber, dass sie Rinder auf dem Hof schlachten, als einer der wenigen Betriebe schweizweit.

Aber wir sind natürlich mehr an den pflanzlichen Reichtümern vom Biohof Dusch interessiert. Für unsere Meju-Blöcke hat uns Georg Futtererbsen geliefert. Und für unsere Shoyu-Sauce nutzen wir die Berglinsen vom Biohof Dusch. Ein toller Betrieb: Klein, übersichtlich und mit viel Herzblut bewirtschaftet. Bei unserem Besuch etwa zeigte uns Georg ein Zwiebelfeld, auf dem unter anderem auch Tropea-Zwiebeln gedeihen. Bald schon sollen die Zwiebeln, 12 Sorten sind es, im Bachsermärt in Zürich verkauft werden.

Fast in Sichtweite von Biohof Dusch wirtschaften Mathias Riedi und Marcel Foffa in ihrem Gemüsebetrieb Biotisch. In Pratval pflanzen sie handelsübliches Gemüse wie Sellerie oder Karotten, aber auch Raritäten an. Aktuell etwa ziehen sie in einem Gewächshaus Wassermelonen. Marcel Foffa erzählte uns beim Feldbesuch, dass es ihn halt immer wieder reize, Neues zu probieren. 2019 etwa schickte er uns Triebe von Chayote. Die Chayote selber, ein Gemüse aus der Familie der Kürbisgewächse, schaffte es nicht auszureifen. Dafür wusste Marcel, dass man auch die Triebe essen kann. Für uns ein geschmackliches Highlight. Und dieses Jahr besteht sogar eine Chance, dass auch die Chayote selber ausreifen.

Veg-Alp bezieht von Biotisch Randen für die Veredelung. Da wir die Randen nach der Fermentation mit dem Edelschimmelpilz Koji trocknen, geht viel Gewicht und Masse verloren, weshalb wir Riesen-Exemplare benötigen. Wir freuen uns, dass das Biotisch-Team dafür extra Randen stehenlässt und diese dann händisch aussortiert.

Übrigens: Die Produkte beider Domleschger Produzenten sind heiss begehrt auch bei Spitzenköchen. Andreas Caminada vom Schloss Schauenstein setzt auf die Qualität der Biobetriebe ebenso wie Sven Wassmer, der in Bad Ragaz mit seinem Restaurant Memories gerade von sich reden macht. Und: Spitzenköchin Rebecca Clopath aus dem nahe gelegenen Lohn, die regelmässig zu Tavolatas auf dem Biohof lädt, arbeitet ebenfalls mit Biohof Dusch und mit Biotisch zusammen.

Wer die Gegend kennenlernen und auch verweilen möchte, dem legen wir wärmstens das Landhus in Almens ans Herz. Dort wirten Urs Reichen und Amanda Theiler. Sie haben den Käsehandel Chäs&Co. gross gemacht und fahren regelmässig auch ins Unterland. Dabei fungierten sie für Veg-Alp auch schon als Gemüsekurier. In ihrem Landhus gibt es gutes Essen und schöne, einfache Zimmer. Ja, das ist wahrlich eine Einladung, in dieser Region auch einfach mal zu verweilen.