Mit graubündenVIVA entdecke ich fast täglich neue Perlen, wenn es um die Kulinarik in Graubünden geht. Es ist beeindruckend, wie innovativ und kreativ unser Kanton ist. Unten finden Sie einige Beispiele vom vergangenen Jahr.

Wussten Sie, dass...? Eine Kolumne von Leonie Liesch

Wie wär’s mit einer «Saubohne»? Nun ja, sie hört sich nicht so appetitlich an, ist sie aber! Eigentlich heisst die Bohne «Ackerbohne». Sie verlor jedoch auf dem Speiseteller an Bedeutung und wurde vermehrt als Tierfutter verwendet – daher der Name. Mit dem Trend zum veganen Essen gewinnen Hülsenfrüchte wieder an Bedeutung und Beliebtheit, und daher werden auch in Graubünden wieder vermehrt Ackerbohnen angepflanzt. Interessant zu wissen ist auch, dass die Bohnen nicht nur gesund für den Menschen sind, sondern auch für den Boden. Während des Wachstums führen sie dem Boden Stickstoff zu und sind daher eine Art natürlicher Dünger.

Wer baut den höchstgelegenen Chilli in der Schweiz an? Wir vermuten, dass es – wie kann es anders sein – in Graubünden ist. Mit dem Anbau des Chillis in Paspels (Biohof Dusch) auf 871 m ü. M. gehört dies gemäss Recherchen des Start-up-Unternehmens Cala Chilli zum höchstgelegenen Chilli-Anbau in der Schweiz. Das ist also definitiv rekordverdächtig. Weitere Rekorde gab es im vergangenen Jahr mit dem längsten Capuns, welches anlässlich der Olma in St. Gallen durch das Team der Graubünden Vivonda AG zubereitet wurde. Ein weiterer Rekord, wenn man dies so nennen kann, ist die Auszeichnung zum Bio-Produkt des Jahres: Mittels Publikumvoting wurden vier Backwaren von Bio Suisse nominiert. Gewonnen hat die Bündner Nusstorte von Meier-beck aus dem Münstertal.

Graubünden kann aber nicht nur Rekorde liefern, sondern eben auch Innovation und Fortschritt: Kennen Sie zum Beispiel das Bündner Freiluftlabor? Im Rahmen des Projekts «Klimaneutrale Landwirtschaft» engagieren sich 50 Familienbetriebe und die beiden kantonseigenen Betriebe Plantahof und Realta für die Umwelt. Auf ihren Höfen wird ein Bündel an innovativen Massnahmen getestet, um unter anderem zu eruieren, wie genügend gesunde Lebensmittel produziert werden können, die weniger Ressourcen verbrauchen, tiefere Treibhausgasemissionen verursachen und wie zudem atmosphärischer Kohlenstoff dauerhaft im Boden gespeichert werden kann. Damit trägt die Bündner Landwirtschaft einen echten Beitrag zur Klimaforschung bei.

Was ist «Shrub»? Als ich das Wort zum ersten Mal gelesen habe, wusste ich ehrlich gesagt nicht, was das genau sein soll. Aber man lernt ja bekanntlich nie aus. «Shrub» sind Getränke, für die Früchte oder auch Gemüse in Essig und Zucker eingelegt werden. Serviert wird der «Shrub» mit Wasser verdünnt – und dank der Essigkomponente hat er eine breitere Aromenvielfalt als etwa eine Limonade. Daher ist «Shrub» eine perfekte Alternative zu einem alkoholischen Getränk. In dem Sinne – Viva!