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Bündner Rheintal

Das Tal mit den besten Bündner Weinsorten

Das Bündner Rheintal ist der nördlichste Teil des Kantons und beginnt bei Reichenau, dort wo der Hinter- und der Vorderrhein zusammenkommen. Das Tal erstreckt sich bis an die Kantonsgrenze bei Maienfeld und Fläsch.

Eine Kulturlandschaft mit vielen Burgruinen, Schlösser und Kirchen - geprägt durch Gemüseanbau, Reb-, Acker- und Obstbau. In Reichenau spriesst der Spargel, in Felsberg reift der Riesling-Silvaner, in Landquart gedeihen verschiedene Äpfel und in der Herrschaft regiert der Pinot noir. Die Hochsaison im Bündner Rheintal? Ganz klar der Herbst - denn dann beginnt die Weinlese.

In der Kulinarischen Sammlung (Fachbeiträge) von graubündenVIVA werden Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse sowie auch Menschen hinter den Bündner Produkten vorgestellt. Dazu ein paar Ausschnitte:

Das Bündner Rheintal und seine kulinarischen Superstars

Es ist die älteste angebaute Traubensorte der Schweiz - erstmals erwähnt 1321 in einem Dokument des Domkapitels von Chur. Doch sie ist nicht nur die Älteste, sondern auch die Anspruchsvollste. Nicht viele Winzer trauen sich es sich zu ihr gerecht zu werden, doch die Mutigen, die es tun, gelten als wahre Winzerkönige. Gemeint ist die Traubensorte Completer, denn diese erlebt wahrlich eine Renaissance. Fast fünf Hektaren stehen mittlerweile im Bündner Rheintal, das sind knapp 80 Prozent der Weltproduktion.

Den Pinot-noir hingegen kennt man weit und breit. Die Blauburgunder-Traube steht für Bündner Wein par excellence. Pinot-noir darf in keinem Wingert (Weinberg) fehlen. Und was man nicht alles daraus keltern kann: Schaumweine in der Art, wie man sie aus der Champagne kennt, frische Weiss- und Roséweine, fruchtige Beerliweine und mächtige fassausgebaute Rote.

Zu den Delikatessen im Bündner Rheintal zählt auch die Rousselet de Reims - die Franzosenbirne. In Graubünden ist sie seit Jahrhunderten heimisch und soll durch Bündner Soldaten in französischen Diensten hierhergebracht worden sein. Die Rousselet de Reims war früher in allen Obstregionen Graubündens verbreitet. Heute ist sie ein seltener Schatz geworden. Sie gilt als kleine, schmackhafte Kochbirne. Mit etwas Glück findet man sie auf Wochenmärkten. 

Und der Boskoop-Apfel? Ja auch der Back- und Kochapfel schlechthin gehört ins Bündner Rheintal. Ungefähr 1950 wurde die holländische Apfelsorte an bester Lage in Graubünden angepflanzt - seitdem ist sie aus der heimischen Früchteernte nicht mehr wegzudenken. Denn wenn es um Apfelkuchen geht ist Boskoop die erste Wahl: Keine Sorte karamellisiert besser, zerfällt weniger und schmeckt raffinierter.

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